© 2020 by Piroska Gavallér-Rothe, Coach & Trainerin, Autorin

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Was mich bewegt

Mein fachlicher Entwicklungsweg

Ich selbst habe mich in den letzten zwanzig Jahren intensiv mit den unterschiedlichsten (kommunikations-)psychologischen Ansätzen beschäftigt: Angefangen mit den Theorien von Schulz von Thun, der Transaktionsanalyse, NLP und Systemischen Coaching bin ich alsdann in die Welt der Wirtschaftsmediation und mit mehr als insgesamt 90 Fortbildungstagen in die der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) eingetaucht. Im Bereich der GFK haben mich dabei vor allem die Arbeit von Dr. Marshall B. Rosenberg, Gregg Kendrick und Susan Skype und natürlich Dr. Robert Gonzales geprägt, bei dem ich unter anderem auch sein zweijähriges LIFE-Programm absolviert habe. Im Laufe der Jahre ist das meditativ-synergetische Denken ebenso Bestandteil meiner Lebenshaltung geworden wie der bedürfnisfokussierte Ansatz der GFK.

 

Parallel hierzu habe ich mit meinem Mann Andreas den vierjährigen Kurs zur Paarsynthese und integrativen Paartherapie bei Michael Cöllen und Ulla Holm am Odenwald-Institut besucht. Aufgrund grundlegender Differenzen im Hinblick auf das therapeutische (Selbst-)Verständnis und dessen Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen TherapeutIn und KlientIn habe ich allerdings auf das Abschlusskolloquium zum Ende des vierten Ausbildungsjahres verzichtet. In diesen vier Jahren intensiver Paararbeit haben wir als leibhaftiges und immer wieder auch krisengeschütteltes persönliches Anschauungsmodell eine Menge über uns und unsere Interaktionsmuster gelernt, aber auch über das, was Beziehung grundsätzlich gelingen oder auch nicht gelingen lässt. Statt einem kräftezehrenden und damit oftmals erschöpfenden Ringen miteinander sind wir über die Zeit mehr und mehr fähig geworden, eine lebendige und erfüllende Partnerschaft zu gestalten und zu leben.

 

Um nicht nur Erfahrung, sondern auch einen formellen Abschluss nachweisen zu können, hole ich für meine Arbeit mit Paaren (m)einen Abschluss zur Integrativen Paartherapie am Hans-Jellouschek-Institut im Rahmen einer weiteren eineinhalbjährigen Ausbildung unter der Leitung von Marianne Walzer nach. Über die Entscheidung, dies zu tun, bin ich sehr froh, da ich Marianne Walzer als eine wahre Bereicherung erlebe. Mit ihrem äußerst fundierten, breit gefächerten und ganzheitlich verknüpften Wissen, ihrer achtsamen Prozessgestaltung und ihrem herzlich-humorvollen Wesen lebt sie genau die Qualitäten, die auch mir in meiner eigenen Arbeit wichtig sind.

 

Die Wirksamkeit meiner Begleitungsarbeit stetig weiter zu entwickeln ist für mich ein bedeutendes Anliegen. Um meine Klientinnen und Klienten auch bei Themenkomplexen begleiten zu können, die ihren Ursprung in dysfunktional wirkenden und auch im Erwachsenenleben noch einschränkend wirkenden Beziehungsmustern haben, habe ich 2017 meinen «Kompetenz-Koffer» um die Ausbildung zum System Coach ergänzt. Diese Ausbildung befähigt mich, systemische Familien- und Organisationsaufstellungen zu leiten. In einem weiteren Intensiv-Seminar bei Sarah Peyton habe ich die Arbeit mit Aufstellungen und deren Verbindung mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen vertieft und erweitert. In der Zeit von Oktober 2018 bis Januar 2020 absolvierte ich bei Prof. Franz Ruppert das internationale Ausbildungscurriculum zur Identitätsorientierten Psychotraumatherapie (IoP) auf Grundlage der von ihm entwickelten Anliegenmethode. Insbesondere bei der Arbeit mit tief verletzten und damit in der Regel abgespaltenen Anteilen und Verhaltensmustern, die nur unzureichend bewusst steuerbar und somit veränderbar sind, stellt die IoP eine höchst wirksame Weiterentwicklung der Aufstellungsarbeit dar. Im Gegensatz zu den «klassischen» Aufstellungen wirkt die Anliegenmethode auf der Grundlage von Resonanz und Gegenresonanz und bindet KlientInnen maximal aktiv und selbstbestimmt in das Explorationsgeschehen ein.

@piroska_gavallerrothe